Am 1. Juni ist Internationaler Kindertag

Der 1. Juni wird als Internationaler Kindertag hierzulande gefeiert. Die Aktivitäten an diesem Tag reichen von Kinderfesten bis hin zu politischen Aktionen. Allen gemein ist, ein öffentliches Bewusstsein für die Lage der Kinder zu schaffen.

Als Geburtsstunde des heutigen Internationalen Kindertages gilt die Genfer Weltkonferenz für das Wohlergehen der Kinder im Juni 1925, deren 54 internationale Vertreter schließlich die Genfer Erklärung zum Schutz der Kinder verabschiedeten.

Gleichwohl der Gedanke des Schutzes der Kinder auf diese Weise internationale Aufmerksamkeit erfahren hatte, wurde der Internationale Kindertag am 1. Juni in den folgenden Jahren und vor allem nach Ende des Zweiten Weltkrieges hauptsächlich von den kommunistischen Staaten des Ostblocks begangen. Dies ist sicherlich dem Umstand geschuldet, dass der Kindertag seit den 1930er Jahren vor allem von der sozialistischen Arbeiterbewegung getragen wurde.

Während die DDR den Internationalen Kindertag am 1. Juni im Jahre 1950 einführte und diesen im großen Stil mit zahlreichen Festen und Umzügen feierte, beging man seit 1954 auf Anlass der Vereinten Nationen in der BRD den Weltkindertag am 20. September.

Nach der Wiedervereinigung können wir uns freuen, dass die Kinder und deren Rechte an zwei Tagen im Jahr unsere Aufmerksamkeit bekommen.“ so Harald Prause-Kosubek, Bundestagsdirektkandidat der SPD. „Die SPD setzt sich dafür ein, dass noch in dieser Legislaturperiode die Kinderrechte in der Verfassung fest verankert werden, denn nur so werden Kinder als Grundrechtsträger tatsächlich anerkannt.“ Und er betont „Fridays for Futur zeigt uns sehr deutlich, Kinder wollen das Hier und Jetzt, aber auch die Zukunft mitgestalten und mitbestimmen und nicht nur die Hypotheken tragen, die die vorherigen Generationen verursachen. Und eine solche Forderung ist nicht nur gerecht, nein, sie entspricht auch dem geltenden Generationenvertrag.“

30. Geburtstag des Kinder- und Jugendhilfegesetztes

Mit dem 3. Oktober verbinden sich berechtigter Weise vielfältige Lebensgeschichten in Ost und West. Lebensgeschichten mit biografischen Um- und Aufbrüchen. Eine Zeit der Veränderung und

Neuorientierung für viele Menschen. Sie herauszuheben, ist wichtig und zeugt von der Anerkennung ihrer Lebensleistung.

Der 3. Oktober 1990 ist aber auch ganz besonders mit dem Um- und Aufbruch der Kinder- und Jugendhilfe verbunden. Denn mit dem Tag der Wiedervereinigung trat das Kinder- und Jugendhilfegesetz in den neuen Bundesländern in Kraft und so fast drei Monate bevor es in den alten Bundesländern seine Wirkung entfalten sollte.

Endlich war es möglich, Angebote für Familien, Kinder und Jugendliche so zu gestalten, dass Mit- und Selbstbestimmung, Individualität und Selbstverantwortung im Vordergrund stehen. Die Abkehr von einer eingriffsorientierten und repressiven Haltung gegenüber familiären Strukturen und individuellen Lebensentwürfen war klar gegeben.

Getragen von der Euphorie der Ereignisse während der friedlichen Revolution und der damit verbundenen Kraft, betonierte Strukturen aufzubrechen, entwickelte sich eine Landschaft sozialer Angebote, die an Kreativität und Innovation einzigartig war und deren Umsetzung aus heutiger Sicht so leicht erschien, vielleicht auch, weil die Möglichkeiten und Chancen erkannt und genutzt wurden.

Bis heute ist für mich das bedeutendste Moment im Kinder- und Jugendhilfegesetz – heute SGB VIII – das Recht des Kindes auf Beteiligung. Kinder zu fragen, Kinder anzuhören, Kinder mit ihren

Bedürfnissen und Wünschen, mit ihren Interessen und Forderungen ernstzunehmen und diese auch in den Alltag und ihrem Lebensumfeld zu integrieren, war und ist nicht nur besonders wichtig, nein, es war auch vor 30 Jahren ein Stück revolutionär. Denn bedenken wir doch, bis zum Jahr 2000 gehörte der „Züchtigungsparagraf“ zu einem juristischen Denkschemata in Deutschland.

Sicher hat die UN-Kinderrechtskonvention einen enormen Beitrag geleistet, dass dieses Recht des Kindes in einem der wichtigsten Gesetzgebungen Einzug hielt, aber es war auch ein besonderes

Rechtsverständnis, das den Vätern und Müttern des KJHGs zugrunde liegt, und davon zeugt, dass Kinder keine Objekte erzieherischen Handelns der Eltern oder Institutionen sind, sondern dass sie als eigenständige Persönlichkeiten mit eigenständigen Rechten gesehen werden müssen.

Dass die Beteiligung von Kindern z.B. bei Wahlen noch keine Wirklichkeit ist, ist äußerst bedauerlich und empörend, aber dass sich Kinder und Jugendliche bei „Fridays for Future“ ihre Mitbestimmung einklagen, ist hoffnungsvoll und vielleicht auch ein Resultat aus einem in der Jugendhilfe gewachsenen Verständnis der Beteiligung von Kindern und Jugendlichen. So ist es wiederum fast verständlich, dass dieses Engagement Kinderrechtler weniger erschreckt, sondern sie bestätigt, auf ihrem Weg zu einer alters- und entwicklungsgerechten Beteiligung von Kinder und Jugendlichen.

Auf diese 30 Jahre Entwicklung zu schauen, ist wichtig, erfreulich und macht Mut und Zuversicht für die Zukunft.

Cordula Lasner-Tietze

Planspiel Jugend und Parlament- Rietschener fährt nach Berlin

Anlässlich des vom 31.5 bis 3.6. stattfindenden  Planspiels „Jugend und Parlament“ des Deutschen Bundestages erklärt der SPD-Bundestagsabgeordnete Thomas Jurk:

Ich freue mich sehr, dass mit dem 16-jährigen Schüler Paul Brehmer ein Vertreter aus meinem Wahlkreis nach Berlin fährt.

Der Sohn des Rietschener Bürgermeisters Ralf Brehmer ist gemeinsam mit weiteren 314  Jugendlichen aus dem gesamten Bundesgebiet im Alter von 16 bis 20 Jahren eingeladen, um in einem groß angelegten Planspiel den Weg der Gesetzgebung im Deutschen Bundestag zu simulieren. Das Planspiel, das vom Besucherdienst des Deutschen Bundestages durchgeführt wird, vermittelt den Jugendlichen eigene Erfahrungen und Einblicke in die komplexen parlamentarischen Abläufe und in die Arbeit der Fraktionen. Durch die Nutzung der Originalschauplätze (Plenarsaal, Fraktions- und Ausschusssäle) gewinnt die Veranstaltung zusätzlich an Reiz.

 

Beste Suchtprävention ist immer noch die Jugendarbeit!

Der SPD-Kreisvorsitzende Thomas Jurk, MdB erklärt angesichts der aktuellen Debatte zum Anstieg der Drogenabhängigen im Landkreis Görlitz:

Keine Frage, einem so komplexen Thema kann nicht mit einfachen Lösungen begegnet werden. Drogen-, Online- oder Alkoholsucht sind auch Ausdruck einer inneren Leere und Orientierungslosigkeit, die nicht ausschließlich ein Jugendthema ist, sondern angesichts von Leistungsdruck und Stress auch in mittleren Altersgruppen zu nimmt.

Folglich sind wir alle, ob Eltern, Lehrer oder auch Arbeitgeber, gefordert nach Antworten zu suchen. Auch die politischen Akteure stehen in der Pflicht ihren Betrag zu leisten. In den letzten Jahren erleben wir jedoch das blanke Gegenteil. Einem vermeintlichen Spardiktat der öffentlichen Haushalte folgend, werden zuerst freiwillige Leistungen gestrichen. So fehlen Sozialpädagogen, Streetworker und Betreuer in den Beratungszentren ebenso wie sinnvolle Freizeitangebote. Selbst die aktuelle Debatte um die Zukunft der freiwilligen Feuerwehren im Landkreis macht deutlich, dass die Folgen einer radikalen und kurzsichtigen Sparpolitik in ihrer Gesamtheit verheerend wirken.

Die Politik muss endlich begreifen, dass Investitionen mit “Köpfchen in Köpfe” sehr wohl die Zukunftschancen unseres Landes bestimmen. Angesichts einer brummenden Konjunktur, Rekordsteuereinnahmen und beträchtlicher Rücklagen im Freistaat Sachsen ist diese Landesregierung nicht versetzungsfähig. Zahlreiche Initiativen und Anträge der SPD-Landtagsfraktion, bspw. zur auskömmlichen Finanzierung der Jugendarbeit und der Suchtberatung, wurden in den letzten Jahren von CDU und FDP abgelehnt. Auf eine Antwort der Landesregierung zur Lösung der unverschuldeten Finanzmisere im Landkreis Görlitz warten die Menschen ebenfalls vergeblich. “Vielleicht trägt ja die beginnende Adventzeit zur Besinnung der Regierung auf das Wesentliche bei. Wir werden mit neuen Initiativen und Anträgen auch im kommenden (Wahl) Jahr prüfen, ob Tillich und Co. ein Licht aufgegangen ist”, so Jurk abschließend.

SPD Zittau: 150 Euro Startkapital für mobile Mini-Skater-Rampe

Die Zittauer Sozialdemokraten und Jusos des Kreises baten im alten Jahr im Rahmen der Glühweinaktion beim Zittauer Weihnachtsmarkt um Spenden zur finanziellen Unterstützung „Bau einer mobilen Mini-Ramp“. Die für Skateboarding gedachte „Mini-Ramp“ soll bei Veranstaltungen Jugendlichen das Erlernen des Skaten ermöglichen.

Die gesammelte Spende in Höhe von 150,00 € wurde am 23.Januar durch den SPD-Ortsvereinsvorsitzenden Wolfgang Speer an Herrn Neumann, Geschäftsführer der Fame-Graffiti&Skateshop Zittau, übergeben. Wie zu erfahren war, soll diese mobile Variante einer Mini-Ramp im April eingeweiht werden.

Neues Vorstandsmitglied bei den Jusos Sachsen

Auf der Landesdelegiertenkonferenz der Jusos Sachsen, am 10.09.2011 in Pirna, wurde Katrin von Schäwen (Vorstandsmitglied des SPD- Ortsvereins Zittau und Stellvertr. Vorsitzende des SPD- Kreisverbands Görlitz) als Beisitzerin in den Vorstand der sächsischen Jusos gewählt. Für die nächsten zwei Jahre will sie sich dort u.a. für die Interessen der jungen Sozialdemokraten in unserer Region einsetzen.

Kürzungen der Bundesregierung belasten Kinder und Jugendliche im Landkreis Görlitz

Anlässlich des Internationalen Tags der Kinderrechte am 20. November erklärt der Bundestagsabgeordnete Wolfgang Gunkel:

"Kinder haben bei der aktuellen Bundesregierung keine starke Lobby. Denn das Sparpaket der schwarz-gelben Regierungskoalition führt zu harten Einschnitten für Kinder und Jugendliche." Nächste Woche wird im Deutschen Bundestag der Bundeshaushalt für das Jahr 2011 verabschiedet. Die geplanten Kürzungen werden Kinder und Jugendliche auch in unserem Landkreis Görlitz belasten.

Offener Brief

Offener Brief an den Ministerpräsidenten des Freistaates Sachsen, die Mitglieder des Kabinetts und die Landtagsabgeordneten der Regierungskoalition

Sehr geehrter Herr stellvertretender Ministerpräsident,
sehr geehrter Herr Morlok,

wir begrüßen es sehr, dass sich die FDP in ihrem Wahlprogramm 2009 dazu bekannt hat, „der Partner all derjenigen zu sein, die bisher im Freistaat keine Stimme haben.“ – Wir unterstützen die erklärte Absicht Ihrer Partei, indem Sie alle freiheitlich denkenden Bürger dazu einladen, die Zukunft Sachsens mit zu gestalten.