Möglicher Stellenabbau der Bundespolizei in den Grenzregionen ist unverantwortlich

Veröffentlicht am 21.03.2012 in Wahlkreis
 

Angesichts des befürchteten weiteren Stellenabbaus
der Bundespolizei im Grenzbereich zu
Polen und Tschechien, welcher auch Thema einer Gesprächsrunde mit Vertretern der Gewerkschaft der Polizei (GdP) Ende Februar in Markersdorf bei Görlitz war, äußert der SPD-Bundestagsabgeordnete und ehemalige Polizeipräsident Wolfgang Gunkel große Bedenken:

„Seit der Bundespolizeireform von 2008 wurdenallein innerhalb der BundespolizeidirektionPirna bereits 750 Stellen gestrichen. Trotz steigender Grenzkriminalität müssen nun
weitere 450 Kolleginnen und Kollegen der Bundespolizei ihre Koffer packen und gen Westen ziehen. Denn dort hat die Bundespolizei 1.000 neue Stellen eingerichtet, aber
bisher nicht besetzt. Zu diesem Zweck soll nun die ohnehin geringe Polizeipräsenz in den Grenzregionen weiter verringert werden. Bei steigender Grenzkriminalität und bereits
bestehendem Unsicherheitsgefühl der Bürgerinnen
und Bürger sind weitere Stellenstreichungen bei der Bundespolizei Sparmaßnahmen an der falschen Stelle. Diese gilt es nicht nur zu verhindern, vielmehr ist eine Aufstockung
des Personals für 2013 geboten.“